Protest gegen Konrad

Protest gegen Konrad

Die FDP Salzgitter begrüßt den einstimmigen Protest der Ratsfraktionen gegen die Erweiterung von Schacht Konrad. Zur bisherigen Regelung sieht die FDP allerdings keine Alternative. Die Bürger der Stadt Salzgitter fragen sich  zu Recht warum der Vorschlag, die  Einlagerungsmenge in Konrad zu erhöhen, überhaupt gemacht wurde. In Berlin regiert die CDU mit der SPD. Zwei Vertreter für Salzgitter, Uwe Lagosky (CDU) und Sigmar Gabriel (SPD) Wirtschaftsminister und Parteichef, sollen die Interessen der Stadt dort vertreten. In Hannover regiert die SPD mit den Grünen, Salzgitter wird durch Marcus Bosse (SPD) und Bürgermeister Stefan Klein (SPD) vertreten. Gabriel hätte in Berlin alle Möglichkeiten, unterstützt durch die beiden Landtagsabgeordneten, dieses Projekt im Keim zu ersticken. Als besonders heuchlerisch ist die Haltung der Grünen zu nennen, fordert doch der Umweltminister in Baden-Württemberg, Franz Untersteller (Grüne): „Der Bund muss daher dafür sorgen, dass das längst überfällige Endlager Schacht Konrad möglichst zeitnah fertig gestellt wird“ und Winfried Kretschmann (Grüne), Ministerpräsident in Baden-Württemberg pfeift ihn nicht zurück. Was nützt eine solche Resolution im Rathaus von Salzgitter, wenn die entscheidenden Köpfe der Parteien schon längst anders entschieden haben? Hier in Salzgitter werden die Menschen durch unsere Volksvertreter (Gabriel, Klein und Bosse) für dumm verkauft. Die drei sind in Salzgitter gegen Konrad und sobald die Stadtgrenze überschritten ist zeigen sie ihr wahres Gesicht.

Es bleibt nur zu hoffen, dass Stefan Klein und Marcus Bosse sich bei der finanziellen  Förderung des St.-Elisabeth-Krankenhauses  an ihre Aussagen hier in Salzgitter halten, wenn im Landtag über eben diese Förderung entschieden wird. In Hannover müssen die beiden, wenn sie den Erhalt  des Krankenhauses tatsächlich wollen, sich gegen ihre Fraktion  stellen und dem Antrag der FDP Fraktion zustimmen, die Fördermittel für  Salzgitter freizugeben. Ansonsten hat das Elisabeth-Krankenhaus keine Zukunft mehr.

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